Sexualtherapie

Umgang mit sexuellen Vorlieben

In meiner Praxis begegnen mir immer wieder Menschen, die bestimmte sexuelle Vorlieben oder Fetische haben und diese gerne unterdrücken würden. Der Grund dafür kann sein, dass der Partner es nicht akzeptiert oder auch einfach nur der Glaube, dass eine mögliche zukünftige Partnerschaft dadurch belastet werden kann. Oder man glaubt, es sei in irgendeiner Art und Weise unmoralisch etc.

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Mein Rat hierzu lautet vereinfacht gesagt: durch das zwanghafte Unterdrücken ladet man alles mit noch mehr Energie auf als ohnehin schon und die psychische Belastung wächst. Sexuelle Bedürfnisse sind nämlich keine schlechten Angewohnheiten, sondern sehr tief verankert und teilweise kann man schon von Persönlichkeitsaspekten sprechen. Ein oder mehrere Gespräche mit einem Psychologen können Klarheit schaffen, Anspannung reduzieren und für Entlastung sorgen.

Eine Einschränkung gibt es: Alle sexuellen Neigungen, die gegen den Willen/Einsichtsfähigkeit der anderen Person gehen – wie Pädophilie, Sex mit Tieren, Exhibitionismus benötigen dringend eine therapeutische und psychiatrische fachärztliche Behandlung und sind ausdrücklich nicht zu akzeptieren!